28.05.2026 Newsletter EAB Für Vorname Nachname
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Liebe Freundinnen und Freunde der EAB,
fast zwei Drittel der EU-Bürgerinnen und -Bürger haben sich noch nie ehrenamtlich engagiert, um die Katastrophenresilienz ihrer Gemeinschaft zu stärken – so das Eurobarometer 2024 zur Krisenvorsorge. Gleichzeitig verabschiedete die Europäische Kommission im März 2025 eine Preparedness Union Strategy mit dem erklärten Ziel: Vorbereitung ist keine nationale Pflicht allein, sondern eine geteilte europäische Verantwortung. Die Lücke zwischen beiden Befunden ist groß. Und sie ist politisch.
Deutschland und Tschechien stehen dabei exemplarisch füreinander: zwei NATO-Mitglieder, zwei EU-Kernländer, zwei Gesellschaften, die Sicherheit bisher sehr unterschiedlich buchstabiert haben – und die gerade gemeinsam lernen, dass Resilienz nicht an der Grenze endet. Genau das ist das Thema des diesjährigen Czech-German Young Professionals Program, das noch bis Samstag in der EAB tagt: junge Fachkräfte aus beiden Ländern, Expertinnen aus Sicherheitspolitik, Journalismus und Zivilgesellschaft – und mittendrin wieder unsere Prager Partnerorganisation AMO, mit der wir kürzlich schon in Prag zu feministischer Außenpolitik im Gespräch waren und die in Brünn am Wochenende für Versöhnung und Völkerverständigung einstand.
Es ist kein Zufall, dass beide Programme denselben Partner teilen. Sicherheit und Erinnerung, Resilienz und Werte – das sind keine getrennten Kapitel. Es ist dasselbe Buch, nur aufgeschlagen auf verschiedenen Seiten.
Herzliche Grüße Ihr Christian Johann |
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| +++ SÜDAFRIKA KLOPFT AN – BERLIN ÖFFNET DIE TÜR +++ EUROPAAUSSCHUSS-CHEF KOMMT IN EAB +++ BAD SAAROW RUFT: EAB BEIM OSTDEUTSCHEN WIRTSCHAFTSFORUM +++ BERLIN-CHEMIE UND AUßERGEWÖHNLICH BERLIN WOLLEN REDEN – ÜBER POLEN, EUROPA UND DIE NACHBARSCHAFT +++ CHEFETAGEN UNTER DRUCK: CORPORATE POLITICAL RESPONSIBILITY – DAS FORUM, DAS UNBEQUEME FRAGEN STELLT +++ PISTOLEN, PÄSSE, POLITIK: DIE INTERNATIONALEN POLIZEIATTACHÉS TAGEN IN DER EAB +++ WESTBALKAN-DISKUSSION IM NOVEMBER +++ WORKSHOP IN SANSKI MOST IM JUNI +++ |
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WAS EINEN NEWSLETTER TRÄGT, ZEIGT SICH OFT ERST IM NACHKLANG
Der meistgeklickte Link der letzten Ausgabe führte zu Remember & Reimagine – und der Name hält, was er verspricht. Vom 13. bis 15. Mai diskutierten Teilnehmende in Prag gemeinsam mit der tschechischen Partnerorganisation AMO internationale Politik und Erinnerungskultur aus feministischer Perspektive; Höhepunkt war ein Gespräch in der spanischen Botschaftsresidenz über feministische Außenpolitik im diplomatischen Alltag – dort, wo Haltung auf Protokoll trifft. Den ausführlichen Nachbericht finden Sie auf unserer Website.
Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht
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Gestern war die EAB in Poznań – beim IX. Politischen Spitzentreffen der Oder-Partnerschaft, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen beging. Ministerpräsident Dietmar Woidke übernahm turnusgemäß die Verantwortung für das Netzwerk, das deutsche Länder und polnische Woiwodschaften seit zwei Jahrzehnten verbindet – nüchtern betrachtet ein bemerkenswertes Stück gelebter europäischer Nachbarschaft, das selten die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient.
Für uns war der Tag auch ein Ausblick: Mit dem Weimarer Kolleg, das die EAB gemeinsam mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, dem Institut Montaigne und der Polnischen Robert-Schuman-Stiftung aufbaut, wollen wir künftige Entscheidungsträgerinnen und -träger aus Deutschland, Frankreich und Polen miteinander ins Gespräch bringen – über ein Jahr, in drei Ländern, mit echten Projekten. Und schon am 17. Juni begleiten wir im Rahmen von Dialog Most eine Gruppe junger Deutscher und Polen zum Deutsch-Polnischen Forum nach Berlin. Die Oder verbindet – wir helfen dabei.
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DEMOKRATIE LEBEN: DEIN EHRENAMT AM TAG DER OFFENEN TÜR IM AUSWÄRTIGEN AMT
Frisch inspiriert vom Geburtstag unseres Grundgesetzes möchten wir das zivilgesellschaftliche Engagement direkt in die Praxis umsetzen. Am 20. und 21. Juni 2026 öffnet das Auswärtige Amt in Berlin wieder seine Türen – und das Team der EAB ist mit einem eigenen Stand dabei.
Für dieses Highlight-Wochenende vergeben wir begrenzte Plätze an Ehrenamtliche aus unserem Netzwerk, die Lust haben, gemeinsam mit uns für ein paar Stunden Europa erlebbar zu machen und Menschen für unsere Arbeit zu begeistern. Es erwartet Dich eine lebendige Atmosphäre und spannende Einblicke.
Du hast Lust, uns am Stand zu unterstützen? Da die Plätze limitiert sind, freuen wir uns auf deine kurze Bewerbung über unser Online-Formular bis zum 2. Juni 2026.
Jetzt über das Online-Formular für das Ehrenamt bewerben
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BYE-BYE BRITAIN? ZEHN JAHRE NACH DER BREXIT-ENTSCHEIDUNG
Zehn Jahre nach dem Brexit-Referendum zieht die EAB gemeinsam mit dem britischen Botschafter und weiteren Fachleuten Bilanz – live vor dem Mikrofon von rbb24 Inforadio. Historischer Fehltritt oder Befreiungsschlag? Echte Souveränität oder selbstgewählte Isolation? Fragen, die Europa bis heute nicht loslassen. Moderatorin Mirjam Meinhardt führt durch den Abend – die Sendung wird im Rahmen der Reihe Forum ausgestrahlt. Nutzen Sie diese Möglichkeit, denn: Leider ist die Veranstaltung am 10. Juni ist bereits ausgebucht; wir freuen uns über das große Interesse.
Details zur Veranstaltung auf unserer Website
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"NEOLIBERALISMUS" KEINE KRITISCHE AUSEINANDERSETZUNG
Wachstum und Wohlstand, Effizienz und Innovation, aber auch gesellschaftliche Polarisierung und Umweltzerstörung: Diese Begriffe werden oft mit dem Begriff "Neoliberalismus" verbunden. Vom 10. bis 14. August 2026 begrüßen wir unsere Partnerorganisation, die Akademie Frankenwarte, für dieses hochspannende Seminar bei uns im Haus.
Anhand der Werkzeugkiste der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule beleuchten die Teilnehmenden das Konzept des Neoliberalismus und seine Folgen in Theorie und Praxis. Das philosophisch-politische Seminar richtet sich ausdrücklich auch an Einsteiger:innen.
Jetzt Zeit für diesen Bildungsurlaub nehmen
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FORTBILDUNG "DEMOKRATIE DURCH DIALOG"
Polarisierende Gesprächssituationen, gezielte Störversuche und manipulative Kommunikationsformen stellen die politische Vermittlung und Moderation vor wachsende Herausforderungen. Die praxisorientierte Fortbildung "Demokratie durch Dialog" vermittelt vom 24. bis 25. Juni 2026 praxisnahe Strategien, um manipulative Techniken (wie Whataboutism oder persönliche Angriffe) frühzeitig zu erkennen, Diskussionen auf die Sachebene zurückzuführen und demokratische Gesprächsregeln souverän zu verteidigen.
Das durch die Heidehof Stiftung geförderte Angebot richtet sich an Fachkräfte der politischen Bildung, Medienschaffende, Aktive in der Vereinsarbeit und engagierte Bürger:innen. Die Teilnahme an der Veranstaltung in der EAB ist kostenfrei (inklusive Verpflegung) und wird mit einem offiziellen EAB-Zertifikat bescheinigt. Eine Übernachtung im Haus ist bei Bedarf optional möglich.
Bitte melden Sie sich bis spätestens zum 6. Juni 2026 für die Veranstaltung an.
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BILDUNGSZEIT: DEUTSCHE EINHEIT
Auch 36 Jahre nach der Wiedervereinigung bleibt die Deutsche Einheit ein dynamischer Prozess. Unser Bildungsseminar vom 9. bis 13. November 2026 beleuchtet das Thema aus historischer, politischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive. Im Fokus stehen regionale Disparitäten, unterschiedliche Narrative in Ost und West sowie Strategien für gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VHS Landkreis Diepholz unter der Leitung von Barbara Brockmann statt. Das Seminar ist als Bildungszeit (Bildungsurlaub) anerkannt – Teilnehmende können sich somit ohne Einsatz von regulären Urlaubstagen freistellen lassen.
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IHR AUFENTHALT IN DER EUROPAVILLA
Suchen Sie einen inspirierenden Ort für Ihre nächste Konferenz oder einfach einen besonderen Rückzugsort in Berlin? Unsere Europavilla im grünen Grunewald bietet nicht nur modern ausgestattete Tagungsräume, sondern auch komfortable Übernachtungsmöglichkeiten. Ob Seminar in der Gruppe oder private Städtereise: Bei uns tagen und schlafen Sie im Herzen der europäischen Verständigung.
Zimmer buchen & Tagungsort entdecken
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EUROPA BRAUCHT SIE
Europa braucht Räume, in denen es laut denken darf. Die EAB ist einer davon – getragen vom Land Berlin, von der Europäischen Union und von Menschen wie Ihnen.
Wissen Sie, was Ihre Unterstützung konkret ermöglicht? Ein Seminar, das jemandem zum ersten Mal erklärt, wie Europa wirklich funktioniert. Ein Gespräch zwischen einem Botschafter und einer Studentin, das beide verändert. Eine Veranstaltung, bei der junge Menschen merken: Das hier geht mich an.
Das ist keine abstrakte Bildungsarbeit. Das ist Demokratie in Echtzeit.
Wenn Sie das weitermöglich machen wollen – hier ist der Weg: Spendenlink
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ÖFFENTLICHE KONSULTATION: STRATEGIE FÜR DAS RECHT ZU BLEIBEN
Die Bekämpfung regionaler Ungleichheiten gewinnt in der Europäischen Union zunehmend an strategischer Bedeutung. Die Europäische Kommission hat hierzu eine öffentliche Konsultation zur neuen Initiative "Strategie für das Recht zu bleiben: Deine Region, Deine Zukunft" gestartet. Die Initiative knüpft an den Letta-Bericht an und ist eine zentrale Priorität der aktuellen Mandatsperiode von Kommissionspräsidentin von der Leyen.
Ziel ist es, strukturschwache Regionen langfristig zu stärken und der Abwanderung durch den Mangel an wirtschaftlichen Perspektiven oder Bevölkerungsrückgang entgegenzuwirken. Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen sind dazu aufgerufen, sich aktiv an der Gestaltung dieser regionalen Zukunftspolitik zu beteiligen. Die Konsultation läuft noch bis zum 5. Juni 2026.
Zur Teilnahme an der öffentlichen Konsultation
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EU UND MEXIKO VERTIEFEN LANGFRISTIGE BEZIEHUNGEN
Die Europäische Union und Mexiko bauen ihre strategische Partnerschaft in Zeiten globaler Unsicherheit deutlich aus. Auf dem 8. Gipfeltreffen in Mexiko-Stadt unterzeichneten beide Seiten das Modernisierte Globalabkommen (MGA) sowie ein Interims-Handelsabkommen (iTA). Ziel der Abkommen ist es, den politischen Dialog zu stärken, Lieferketten abzusichern und den Klimaschutz voranzutreiben.
Für die europäische Wirtschaft entstehen dadurch erhebliche Vorteile: Das Handelsvolumen, das sich bereits auf 100 Mrd. Euro jährlich beläuft, soll durch den Abbau von Barrieren weiter wachsen. Das Abkommen erleichtert Dienstleistungsexporte, öffnet den Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen in Mexiko und stärkt die Zusammenarbeit bei kritischen Rohstoffen für den digitalen und ökologischen Wandel. Zudem sichert die Global-Gateway-Investitionsagenda künftige EU-unterstützte Investitionen von über 5 Mrd. Euro in nachhaltige Sektoren wie saubere Technologien und lokale Fertigung.
Zum vollständigen Bericht der Europäischen Kommission
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Ende September tagt an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) – und einen Schritt weiter im Collegium Polonicum auf polnischer Seite der Oder – die dritte Jahreskonferenz von ValEUs, dem Jean-Monnet-Netzwerk zu europäischen Werten und EU-Außenpolitik. Zwanzig Universitäten von fünf Kontinenten, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende, Zivilgesellschaft: Was die EU zusammenhält, wenn es von innen und außen unter Druck gerät, ist das Leitthema der Tage vom 29. September bis 2. Oktober.
Die EAB ist dabei: Am Donnerstagabend, 1. Oktober, diskutiert Christian Johann auf einem Panel über Zivilgesellschaft, politische Akteure und die Frage, wie europäische Werte – jene aus Artikel 2 des EU-Vertrags – eigentlich noch vermittelbar sind. Wer glaubwürdig für Demokratie und Rechtsstaat eintritt, braucht mehr als gute Argumente. Manchmal braucht es einfach das richtige Gespräch – am richtigen Ort.
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Die Arbeit der EAB ist möglich, weil das Land Berlin sie unterstützt – mit einer institutionellen Förderung im Berliner Haushalt, die wir nicht als selbstverständlich nehmen. Dafür sind wir aufrichtig dankbar.
Die Europäische Union unterstützt uns zusätzlich als EUROPE DIRECT Berlin. Gemeinsam ermöglichen sie das, was Sie hier jede Woche lesen: europäische Bildungsarbeit, mitten in Berlin, für Menschen in aller Welt.
Wollen Sie Teil davon werden? Als Förderin oder Förderer der EAB unterstützen Sie ein Netzwerk, das Europa nicht verwaltet – sondern lebt. |
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