05.07.2026

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Guten Morgen aus der Europäischen Akademie Berlin,

"Ní neart go cur le chéile" – Stärke entsteht nur durch Zusammenhalt. Mit diesem irischen Sprichwort hat Irland gestern den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen. Besiegelt wurde der Wechsel diese Woche in Berlin, in der Residenz der zyprischen Botschafterin Maria Papakyriakou – der wir von Herzen danken: für Jahre großen Engagements und einen Austausch, der immer offen blieb. Bei einem kleinen Land wiegt das doppelt.

Nun also Irland – ebenfalls klein, fünfeinhalb Millionen Menschen, und doch in der Rolle des "ehrlichen Maklers". Einer der Schwerpunkte der Präsidentschaft berührt uns hier unmittelbar: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Wer diese sechs Monate verstehen will, hört besser früh und genau hin.

Genau dazu laden wir ein. Am 23. Juli fragt "Unmute Europe" im Studio Chérie, wie Dublin auf seine Präsidentschaft blickt – öffentlich, live aufgezeichnet, mit Stimmen wie Nicolai von Ondarza; der Abend ist ausgebucht, die Warteliste offen. Und schon in der ersten Septemberwoche führen wir das Gespräch fort – als Hintergrundgespräch mit der irischen Botschaft, zu ebenjener Frage nach Demokratie und Rechtsstaat.

Zusammenhalt ist keine Zauberformel, sondern Handwerk – Gespräch für Gespräch. Er beginnt mit Zuhören. Und manchmal mit einem Satz in einer Sprache, die kaum jemand spricht und den doch alle verstehen.

Herzliche Grüße
Ihr
Christian Johann

+++ GERADE JETZT IN FUNDÃO: UNSER WORKSHOP "WOMEN'S LEADERSHIP IN CLIMATE ACTION" +++ ZIVIL-MILITÄRISCHER DIALOG: NEUE SEMINARE GEHEN AN DEN START +++ ERASMUS+ SAGT JA – PROJEKTZUSAGEN SIND DA +++ BOSCH-STIFTUNG BITTET ZUM FELLOW LUNCH, EAB-DIREKTOR AM TISCH +++ JORDANIENS BOTSCHAFTER ZU GAST +++ SOMMERPAUSE? NICHT IN DEN ABGEORDNETENGESPRÄCHEN +++ KOOPERATION MIT DEM JDZB (JAPANISCH-DEUTSCHES ZENTRUM BERLIN): BESUCH IM NOVEMBER +++ MUSIKALISCHE STOLPERSTEINE: WIR STEHEN HINTER DER 2. KONFERENZ +++ KAMINRUNDE MIT DIPLOMATEN UND LUFTWAFFEN-KOMMANDEUREN +++ EUROPA BUBBLE SUMMER BASH 2026: EBD ZU GAST BEI EAB +++

DEMOKRATIE DURCH DIALOG IN POLARISIERTEN ZEITEN 

Keine Ankündigung im letzten Newsletter stieß auf größeres Interesse als die Fortbildung Demokratie durch Dialog – ein Indiz für die Dringlichkeit des Themas. Fachkräfte der politischen Bildung, Medienschaffende und Multiplikatorinnen erleben zunehmend konfrontative Debatten. Das Projekt vermittelt praxisnahe Strategien, um Gespräche auf die Sachebene zurückzuführen.

Mehr über das Projekt erfahren

KUNST UND RESILIENZ IM DIALOG

Vom 3. bis 5. Juli 2026 bringt das Kulturforum Kultury – entstanden aus der Erfolgsgeschichte des Kulturzugs – jeweils acht Kunst- und Kulturschaffende, Kuratorinnen und Studierende aus Berlin, Wrocław und Poznań in der EAB zusammen.

Im Mittelpunkt steht das Thema Resilienz und die Frage, wie Kunst, Kultur und Medien in Zeiten des Umbruchs zur gesellschaftlichen Widerstandskraft beitragen können. Das Programm bietet hochkarätige Panels unter anderem mit Matthias Lilienthal, Bernd M. Scherer und Bartosz Hordecki sowie kulturelle Showcases, darunter eine Lesung von Dorota Danielewicz und Musik von Rasha Nahas. Zudem erhalten die Teilnehmenden durch praxisnahe Hospitationen direkte Einblicke in bekannte Berliner Institutionen wie das Jüdische Museum Berlin und die Fotografiska.

Das Forum dient als internationale Plattform für den Austausch und für neue zivilgesellschaftliche Impulse.

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ZUKUNFT EUROPAS: IMPULSE ZUM 35-JÄHRIGEN BESTEHEN

Angesichts innerer und äußerer Herausforderungen gewinnt die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Polen zunehmend an strategischer Bedeutung. Im Rahmen des Frankreich-Tages der Humboldt-Universität zu Berlin und in Kooperation mit der Stiftung Genshagen wird am 9. Juli 2026 über die aktuelle und künftige Rolle des Weimarer Dreiecks diskutiert.

In der Heilig-Geist-Kapelle in Berlin kommen Vertreterinnen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Auf dem Podium debattieren Dr. Anton Hofreiter (MdB, Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Ryszarda Formuszewicz (West-Institut Poznań) und Prof. Dr. Pierre-Frédéric Weber (Universität Szczecin). Um die Sichtweisen der jungen Generation direkt einzubinden, sind zudem "leere Stühle" für internationale Parlaments-Stipendiatinnen reserviert. Die Moderation übernimmt Stephen Bastos (Stiftung Genshagen).

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist bis zum 5. Juli 2026 erforderlich.

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ERINNERUNG HAT ADRESSEN: JÜDISCHES LEBEN IM ABGEORDNETENHAUS

Historische Postkarten bewahren, was einmal war: Marktplätze, Synagogen, Familiengeschichten. Die Ausstellung "Jamim mikedem – Erinnerungen an das jüdische Leben in Ostmitteleuropa" blickt auf diese vielfältige Vergangenheit vor der Zerstörung. Am 31. August eröffnet Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld die Vernissage im Abgeordnetenhaus – mitten im Wahlkampf. Beim anschließenden Podium „Das Leben vor dem Ende. Jüdisches Mitteleuropa im Bild" diskutieren Botschafter Jiří Čistecký, Dr. Anja Siegemund (Centrum Judaicum) und Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach (Europa-Universität Viadrina).

Zu sehen ist die Schau vom 31. August bis 11. September in der Wandelhalle. Die Plätze zur Eröffnung sind erfahrungsgemäß rasch vergeben – frühe Anmeldung empfiehlt sich.

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IRLAND IN EUROPA: RATSVORSITZ, FOKUS UND LIVE-PODCAST

Kaum ein Land verkörpert die leise Zuversicht dieses Kontinents so schön wie Irland – und kaum eines übernimmt den EU-Ratsvorsitz mit so viel Neugier auf das eigene Gewicht in der Union. Wie also blickt Dublin auf die kommende Präsidentschaft und ihre Agenda? Genau dieser Frage widmet sich am 23. Juli 2026 die zweite Folge unserer Reihe "Unmute Europe". Was hier gelingt, ist selten geworden: komplexe europäische Politik nicht zu vereinfachen, sondern greifbar zu machen – und die Berliner Stadtgesellschaft mitten hinein zu nehmen.

Im Studio Chérie wird öffentlich diskutiert und live aufgezeichnet; mit dabei ist unter anderem Nicolai von Ondarza (SWP), einer der klügsten Beobachter des Brüsseler Betriebs. Und weil die besten Gespräche selten am Mikrofon enden, geht es ab 19:30 Uhr in offener Runde weiter.

Ein schönes Problem zum Schluss: Der Andrang war so groß, dass der Abend längst ausgebucht ist. Doch wer jetzt auf die Warteliste rückt, hat gute Chancen – Europa hält bekanntlich immer noch einen Platz frei.

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DIALOG AUF DER SCHIENE: DEUTSCH-POLNISCHE BEGEGNUNGEN IM HERBST

Im kommenden Herbst verwandelt sich die Bahnstrecke zwischen Berlin, Poznań und Warszawa wieder in eine rollende Kulturbühne. Zum 35. Jubiläum des Nachbarschaftsvertrages und der Städtepartnerschaft Berlin-Warschau setzt der Kulturzug ein starkes Zeichen für die deutsch-polnische Freundschaft.

Auf insgesamt acht Fahrten wird ein zusätzlicher Waggon an den Eurocity angehängt, in dem über 32 Kultur- und Bildungsveranstaltungen stattfinden. Das ab diesem Jahr von der EAB koordinierte Projekt bringt Lesungen, Konzerte und politische Diskussionen direkt auf die Schiene. Das Programm an Bord ist für Reisende kostenfrei – benötigt wird lediglich ein gültiges Zugticket samt Reservierung.

Alle Infos zum Kulturzug

DEUTSCHE EINHEIT IM WANDEL DER ZEIT

Auch über drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung bleibt die Deutsche Einheit ein vielschichtiger Prozess. Vom 9. bis 13. November 2026 widmet sich das fünftägige Seminar "Deutsche Einheit im Wandel der Zeit" der Frage, wie unterschiedliche historische Erfahrungen die Identitäten in Ost und West bis heute prägen. Das Kooperationsprojekt mit der VHS Landkreis Diepholz findet unter der Leitung von Barbara Brockmann statt.

Die Veranstaltung ist offiziell als Bildungszeit (Bildungsurlaub) anerkannt. Teilnehmende können für die politische Weiterbildung den gesetzlich geregelten Sonderurlaub bei vollem Gehalt in Anspruch nehmen. Alle Interessierten sind eingeladen, mitzudiskutieren und eigene Perspektiven in den Dialog einzubringen.

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TAGEN UND ÜBERNACHTEN IM GRÜNEN

Die guten Gedanken, das weiß jeder, kommen selten dann, wenn man sie ruft – und fast nie im Getriebe des Alltags. Unsere Berliner Europavilla ist für die anderen Momente gemacht: für das konzentrierte Arbeiten, das Raum braucht, und für die Ruhe, aus der Ideen entstehen. Moderne, voll ausgestattete Seminarräume für Ihre Veranstaltungen, dazu gemütliche Hotelzimmer mitten im Grünen – wo die Luft an heißen Tagen spürbar milder bleibt als in den aufgeheizten Häusern der Innenstadt. Was Sie hier finden, ist jene seltene Balance aus konzentrierter Tagungsatmosphäre und gelöstem Komfort. Und ringsum: ein lebendiges europäisches Netzwerk, das Sie gleich mitdenkt.

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ZUKUNFT BRAUCHT FREIRÄUME

Europa wächst dort, wo Menschen mutig, offen und vorurteilsfrei ins Gespräch kommen. Die EAB bietet genau diesen Raum – verlässliche Unterstützung erhalten wir dabei vom Land Berlin, der Europäischen Union und von Menschen wie Ihnen.

Was Ihre Unterstützung ganz konkret bewegt? Sie ermöglicht praxisnahe Seminare, die europäische Politik greifbar machen. Sie baut Brücken zwischen der Diplomatie und der nächsten Generation. Und sie bestärkt junge Menschen in dem Gefühl: Meine Stimme zählt. Das ist keine theoretische Bildungsarbeit, sondern gelebte Demokratie. Wenn Sie diesen Weg dauerhaft mit uns gehen möchten, finden Sie hier alle Möglichkeiten.

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VERTRAUEN UND SORGEN IN KRISENZEITEN

Die neue Eurobarometer-Umfrage des Europäischen Parlaments zeigt ein deutliches Bild: 75% der Europäerinnen und Europäer sehen die EU als Hort der Stabilität – das ist der zweithöchste Stand der vergangenen zehn Jahre. Zudem wünschen sich 68% der Befragten eine größere Rolle der Union beim Schutz vor weltweiten Krisen und Sicherheitsrisiken. In Deutschland liegt die Zustimmung zu dieser engeren Sicherheitszusammenarbeit bei 64%.

EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola bezeichnet dieses Vertrauen als den größten Trumpf Europas. Gleichzeitig verdeutlicht die Erhebung jedoch auch anhaltende wirtschaftliche Sorgen der Bevölkerung, da 29% der Menschen mit einem sinkenden Lebensstandard in den kommenden Jahren rechnen.

Alle Ergebnisse und Details zur Umfrage

EUROPA VOR DER SOMMERPAUSE: KEINE ZEIT ZU VERLIEREN

Europa steht vor geopolitischen Umbrüchen und weitreichenden Herausforderungen. In einem neuen Beitrag unserer Reihe "EAB Impulse" analysiert Dr. Wolfgang Merz (ehem. Bundesministerium der Finanzen), warum die Europäische Union strategische Grundentscheidungen treffen muss, um im globalen Gefüge handlungsfähig zu bleiben und nicht in die Rolle des Zuschauers gedrängt zu werden.

Der Text beleuchtet vier zentrale Baustellen: die wirtschaftliche Lage der Eurozone, die Verhandlungen zum EU-Haushalt, den stockenden Erweiterungsprozess sowie die Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik. Deutschland kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, um Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit und europäische Souveränität anzustoßen.

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STUDENTISCHE HILFSKRAFT FÜR UNSER STUDIENTEAM

Wir suchen Verstärkung. Ab September 2026 sucht das EAB-Studienteam eine studentische Hilfskraft (m/w/d) zur Unterstützung bei der Projektorganisation, Recherche und Social-Media-Arbeit.

Du passt zu uns, wenn du großes Interesse an Europapolitik hast, sicher in Deutsch und Englisch kommunizierst und noch mindestens zwei Semester studierst. Wir bieten dir spannende Einblicke in die politische Bildungsarbeit, ein tolles Team und einen Arbeitsplatz direkt vor Ort in unserer Berliner Europavilla.

Hier geht es zur vollständigen Stellenausschreibung

Dass Sie diesen Newsletter Woche für Woche lesen und dass wir unserer Mission nachgehen können, verdanken wir zuallererst dem Land Berlin. Mit einer institutionellen Förderung im Landeshaushalt trägt es unsere Arbeit – und macht damit eine kluge Entscheidung sichtbar: dass europäische Bildung kein Luxus ist, sondern zur Aufgabe einer Hauptstadt gehört, die Europa nicht nur beherbergt, sondern meint. Dieses Vertrauen begreifen wir nicht als selbstverständlich; wir sind dafür aufrichtig dankbar.

Als EUROPE DIRECT Berlin werden wir überdies von der Europäischen Union getragen. Beide zusammen ermöglichen, was hier jede Woche entsteht: europäische Bildungsarbeit, mitten in Berlin, für Menschen in aller Welt.

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