24.07.2026 Newsletter EAB Für Vorname Nachname
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Liebe Freundinnen und Freunde der Europäischen Akademie Berlin,
drei von vier Menschen in der Europäischen Union fühlen sich als Europäer:innen — 75 Prozent, so das Eurobarometer vom Frühjahr 2026. Eine leise Mehrheit, mitten in einer lauten Zeit.
Und doch: Zugehörigkeit ist nicht dasselbe wie Verstehen. Wer sich dem großen „Wir" verbunden fühlt, kennt darum noch lange nicht den Menschen von nebenan, dessen Biografie anders verlief. Mehr als drei Jahrzehnte nach der Einheit lesen sich Ost und West streckenweise noch immer wie zwei Länder — hier in Berlin, wo die Naht mitten durch die Stadt lief, spürt man das an einem einzigen Nachmittag.
Verstehen ist keine Gabe, es ist Handarbeit. Genau dafür machen wir einen Raum auf: Vom 9. bis 13. November fragen wir im Seminar "Deutsche Einheit im Wandel der Zeit" — gemeinsam mit der Volkshochschule Diepholz —, wie unterschiedliche Wege bis heute Werte und Blickwinkel prägen. Die Woche ist als Bildungszeit anerkannt; Sie können dafür Sonderurlaub bei vollem Gehalt beantragen.
Zugehörigkeit fällt niemandem zu; wir stellen sie immer wieder her — im Gespräch, an einem Tisch, zwischen zwei Menschen, die einander zuhören. Europa ist kein Zustand. Es ist das, was wir daraus machen.
Herzliche Grüße Ihr Christian Johann |
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+++ VORBEREITUNGEN FÜR 2027 LAUFEN AN: FRANKREICH, ERINNERUNG, MITTELEUROPA +++ BERLIN FREEDOM WEEK 2026 +++ DENKMALSCHUTZ-ERPROBUNGEN IN EAB +++ UMBAUMAßNAHMEN AUF EAB HOMEPAGE +++ EAB-KOOPERATIONSREISE IN DEN NAHEN OSTEN IM HERBST +++ ZUSAMMENARBEIT MIT GSI GUSTAV-STRESEMANN-STIFTUNG NIMMT WEITER FORM AN +++ BÖCKLER-STIFTUNG MACHT'S MÖGLICH: STIDPENDIATINNEN UND STIPENDIATEN MIT CHINA-FACHMANN IM AUSTAUSCH IN DER EAB +++ FLUCHTPUNKT FREIHEIT: NEUES PROJEKT SOLL MITTELOSTEUROPÄISCHE MEILENSTEINE AUF DEM WEG ZUR WIEDERVEREINIGUNG IN BERLIN SICHTBAR MACHEN +++ BARRIEREFREIHEIT: EAB HOMEPAGE BEI SCORE 9,6 UND NÄCHSTE FORTBILDUNG BEREITS GEPLANT +++ |
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VON PRISTINA AUS GESEHEN
Ihr Klickverhalten im letzten Newsletter hat eine klare Sprache gesprochen: Die diplomatischen Beziehungen und die Zukunft des westlichen Balkans bewegen unsere Community derzeit ganz besonders. Der Bericht über den Besuch des kosovarischen Botschafters in der EAB war Ihr absoluter Favorit.
Kürzlich war S. E. Dr. Faruk Ajeti, Botschafter der Republik Kosovo, zu Gast bei EAB-Direktor Christian Johann. Im Zentrum des Treffens standen die tief verwurzelten Beziehungen zwischen Deutschland und dem jüngsten Staat Europas, der in diesem Jahr seine Volljährigkeit feiert. Statt es bei reinen Absichten zu belassen, wurden direkt konkrete Vorhaben vereinbart: ein praxisnahes Breakfast Briefing zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie eine größere Veranstaltung zum westlichen Balkan im November. Ein wichtiges Signal, denn der westliche Balkan ist keine Randnotiz, sondern die Probe aufs Exempel für die europäische Idee.
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ZEITREISE IN EINE VERSUNKENE WELT
Wie bereits in der vergangenen Woche angekündigt, steht uns Ende August eine ganz besondere Ausstellungseröffnung bevor: "Jamim mikedem – Erinnerungen an das jüdische Leben in Ostmitteleuropa" holt anhand historischer Postkarten den bunten jüdischen Alltag einer fast vergessenen Epoche zurück ins Licht der Gegenwart.
Am 31. August 2026 lädt Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld zur feierlichen Eröffnung in die Wandelhalle des Berliner Abgeordnetenhauses. Ein besonderes Highlight des Abends ist das anschließende Podium „Das Leben vor dem Ende. Jüdisches Mitteleuropa im Bild“. Hier diskutieren unter anderem Botschafter Jiří Čistecký, Dr. Anja Siegemund und Dr. Magdalena Abraham-Diefenbach über den bleibenden Wert dieser visuellen Schätze für unsere heutige Erinnerungskultur.
Die Ausstellung selbst steht bis zum 11. September 2026 für alle Interessierten offen. Für die Teilnahme am Eröffnungsabend sind die Anmeldungen weiterhin möglich. Sichern Sie sich am besten frühzeitig Ihren Platz für diese besondere Veranstaltung.
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AUTUMN LAB: NACHHALTIGKEIT IM DIALOG MIT DEM GLOBALEN SÜDEN
Klimawandel, Artensterben und Ressourcenknappheit verlangen nach neuen, globalen Denkweisen. Gemeinsam mit der Freien Universität Berlin laden wir Sie beim Autumn LAB 2026 dazu ein, eurozentrische Nachhaltigkeitskonzepte kritisch zu hinterfragen. An den Schnittstellen von Ökologie, Kultur und globaler Gerechtigkeit untersuchen wir, wie bewährte Lebens- und Wirtschaftsweisen aus dem Globalen Süden neue Impulse für uns im Globalen Norden liefern können. Es geht darum, eingefahrene Denkmuster aufzubrechen und ganz praktische Handlungsoptionen für Ihr eigenes Engagement in Deutschland zu entwickeln.
Das Blended-Learning-Seminar verbindet Theorie und Praxis: Nach drei vorbereitenden Online-Sessions (jeweils am späten Nachmittag ab dem 20. Oktober 2026) kommen wir vom 6. bis 8. November 2026 zum gemeinsamen Präsenzwochenende in unserer Berliner Europavilla zusammen. Dort erwarten Sie interaktive Planspiele, ein stadtökologischer Spaziergang und kreative Co-Creation-Workshops im Grunewald.
Dank der Förderung durch Engagement Global (BMZ) und durch die Lotto-Stiftung Berlin liegt der Teilnahmebeitrag beilediglich 35 Euro. Da die Plätze limitiert sind, empfehlen wir eine frühzeitige Anmeldung. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2026.
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UNMUTE EUROPE: IRLAND IM FOKUS
Wie groß das Interesse an den aktuellen europäischen Entwicklungen ist, hat sich in der vergangenen Woche gezeigt: Die Live-Aufzeichnung der zweiten Folge unseres Podcasts „Unmute Europe“ (eine Kooperation der EAB und dem Europapodcast, gefördert vom Auswärtigen Amt) ist bereits restlos ausgebucht!
Heute, am 23. Juli 2026 richten wir im Neuköllner Studio Chérie das Scheinwerferlicht auf die anstehende und wegweisende EU-Ratspräsidentschaft Irlands. Die Politikwissenschaftlerin Luise Quaritsch (Jacques Delors Center) und der Brüssel-Kenner Nicolai von Ondarza (Stiftung Wissenschaft und Politik) diskutieren unter der Moderation von Christoph Siekermann über Dublins Pläne, Erwartungen und Herausforderungen auf der großen europäischen Bühne. Los geht es um 18:30 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr), bevor der Abend ab 19:30 Uhr in einen informellen Austausch im Kiez übergeht.
Die Veranstaltung ist leider ausgebucht. Über die Veröffentlichung der Podcast-Folge informieren wir Sie hier.
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MEHR ALS GESCHICHTE: OST- UND WESTDEUTSCHE IDENTITÄTEN HEUTE
Auch mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung ist das Zusammenwachsen von Ost und West kein abgeschlossener Zustand, sondern ein vielschichtiger und hochaktueller Prozess. In unserem fünftägigen Seminar "Deutsche Einheit im Wandel der Zeit" vom 9. bis 13. November 2026 gehen wir der Frage nach, wie die unterschiedlichen historischen Pfade unsere Identitäten, Werte und Perspektiven bis heute prägen. Die Veranstaltung leitet Barbara Brockmann in enger Kooperation mit der Volkshochschule Diepholz.
Das Besondere an diesem Angebot: Das Seminar ist offiziell als Bildungszeit (Bildungsurlaub) anerkannt. Das bedeutet, Sie können für diese politische Weiterbildung ganz unkompliziert den gesetzlich geregelten Sonderurlaub bei vollem Gehalt beantragen, um sich intensiv mit diesen drängenden gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.
Nutzen Sie diese Seminarwoche im November, um Ihre eigenen Erfahrungen einzubringen, neue Sichtweisen kennenzulernen und gemeinsam zu diskutieren!
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KULTUR AUF SCHIENEN
Im kommenden Herbst wird die Strecke zwischen Berlin, Poznań und Warszawa zu einer rollenden Bühne der Begegnung. Anlässlich des 35. Jubiläums des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages sowie der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Warschau setzt der Kulturzug ein starkes und lebendiges Zeichen der Freundschaft.
Auf insgesamt acht Fahrten wird der reguläre Eurocity um einen zusätzlichen Waggon erweitert. Wir freuen uns sehr, dass die EAB ab diesem Jahr die Koordination dieses traditionsreichen Projekts übernimmt! Gemeinsam bringen wir über 32 abwechslungsreiche Kultur- und Bildungsveranstaltungen – darunter literarische Lesungen, Konzerte und politische Diskussionen – direkt in Ihren Reisealltag.
Gut zu wissen: Das Kulturprogramm an Bord ist für alle Mitreisenden komplett kostenfrei. Sie benötigen lediglich ein reguläres, gültiges Zugticket für die entsprechende Eurocity-Verbindung inklusive einer Sitzplatzreservierung.
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RAUM FÜR KONZENTRATION UND NEUE IDEEN
Die besten Gedanken kommen selten im hektischen Alltagsgetriebe. Die Berliner Europavilla ist genau für die anderen Momente gemacht: für konzentriertes Arbeiten, das Raum braucht, und für die nötige Ruhe, aus der frische Ideen entstehen.
Bei uns treffen moderne, voll ausgestattete Seminarräume für Ihre Veranstaltungen auf gemütliche Hotelzimmer mitten im Grünen – ein echter Vorteil gerade jetzt im Sommer, wenn die Luft hier spürbar milder bleibt als in der aufgeheizten Berliner Innenstadt.
Erleben Sie die seltene Balance aus fokussierter Tagungsatmosphäre und gelöstem Komfort, und das alles direkt eingebettet in ein lebendiges europäisches Netzwerk.
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GELEBTE DEMOKRATIE UNTERSTÜTZEN
Wo entsteht eigentlich echte demokratische Teilhabe? Genau dort, wo junge Menschen erfahren, dass ihre Stimme im europäischen Gefüge Gewicht hat. Die EAB schafft die Räume für diesen offenen, mutigen Dialog.
Ihre Unterstützung macht genau das möglich: Sie finanziert praxisnahe Seminare, schlägt Brücken zwischen Politik und Zivilgesellschaft und füllt den Begriff "gelebte Demokratie" mit Leben. Gemeinsam mit dem Land Berlin und der EU sichern wir diese wichtigen Freiräume für die nächste Generation.
Wo entsteht eigentlich echte demokratische Teilhabe? Genau dort, wo junge Menschen erfahren, dass ihre Stimme im europäischen Gefüge Gewicht hat. Die EAB schafft die Räume für diesen offenen, mutigen Dialog.
Ihre Unterstützung macht genau das möglich: Sie finanziert praxisnahe Seminare, schlägt Brücken zwischen Politik und Zivilgesellschaft und füllt den Begriff der „gelebten Demokratie“ mit Leben. Gemeinsam mit dem Land Berlin und der EU sichern wir diese wichtigen Freiräume für die nächste Generation.
Hier erfahren Sie, wie Sie unsere Arbeit nachhaltig unterstützen können
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RECHTSSTAATLICHKEIT IM FOKUS
Der jüngst erschienene Bericht der Europäischen Kommission registriert jährlich, wie die Mitgliedstaaten die Rechtsstaatlichkeit umsetzen. Erstmals werden dabei auch detaillierte Daten zu den Beitrittskandidaten Albanien, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien veröffentlicht.
Anlässlich der Veröffentlichung betonte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die fundamentale Bedeutung: "Rechtsstaatlichkeit schafft Vertrauen (…). Der diesjährige Bericht zeigt in vielen Mitgliedstaaten anhaltend positive Fortschritte."
Die Europäische Union zeigt sich zufrieden mit den beobachteten Entwicklungen sowie den Fortschritten bezüglich der Richtlinie zur Korruptionsbekämpfung und dem Europäischen Medienfreiheitsgesetz. Die 27 Länderkapitel enthalten zudem konkrete Empfehlungen, wie sich die Staaten weiter verbessern können, um eine einheitlichere und stabilere Lage in ganz Europa zu erzeugen.
Mehr Informationen finden Sie direkt beim EU-Bericht
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GEDENKEN & DEMOKRATIE: 15 JAHRE UTØYA
Gestern vor 15 Jahren, am 22. Juli 2011, riss ein rechtsextremistischer Terroranschlag in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen aus dem Leben.
Zum Jahrestag erinnert ein neues Mahnmal in Oslo an die Opfer und mahnt zur ständigen Wachsamkeit: Hass, Rassismus und Menschenfeindlichkeit dürfen niemals unbeantwortet bleiben. Die einzig tragfähige Antwort auf Angriffe auf unsere Freiheit bleibt mehr Demokratie, Offenheit und Zusammenhalt.
Als Europäische Akademie Berlin nehmen wir diesen Gedenktag zum Anlass, um festzuhalten: Unsere demokratischen Grundwerte sind kostbar und verletzlich.
Den vollständigen Artikel lesen
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Der Akademiebericht 2025/26 ist da. Pünktlich zur Jahresmitte, gedruckt, und auf dem Weg zu all denen, die die EAB tragen. Also auch zu Ihnen!
Das Geleitwort kommt vom Staatsoberhaupt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schreibt: "Ich danke der Europäischen Akademie Berlin ganz herzlich für Ihr Engagement. Und ich möchte Sie bitten: Lassen Sie nicht nach in Ihrem Einsatz für ein geeintes, starkes Europa!"
Er ist nicht der Einzige, der zu Wort kommt. Wer den Bericht aufschlägt, findet Stimmen aus Prag und aus Madrid, aus Botschaften, Stiftungen und Seminarräumen – Menschen, die mit uns gearbeitet haben und die sagen, was daraus geworden ist. Mehr verraten wir hier nicht.
Den Dank des Bundespräsidenten geben wir weiter: an Sie. Lassen Sie uns auch das nächste Jahr zu einem Europajahr machen.
Zum Akademiebericht 2025/26
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Dass Sie diesen Newsletter Woche für Woche lesen und dass wir unserer Mission nachgehen können, verdanken wir zuallererst dem Land Berlin. Mit einer institutionellen Förderung im Landeshaushalt trägt es unsere Arbeit – und macht damit eine kluge Entscheidung sichtbar: dass europäische Bildung kein Luxus ist, sondern zur Aufgabe einer Hauptstadt gehört, die Europa nicht nur beherbergt, sondern meint. Dieses Vertrauen begreifen wir nicht als selbstverständlich; wir sind dafür aufrichtig dankbar.
Als EUROPE DIRECT Berlin werden wir überdies von der Europäischen Union getragen. Beide zusammen ermöglichen, was hier jede Woche entsteht: europäische Bildungsarbeit, mitten in Berlin, für Menschen in aller Welt.
Möchten Sie Teil davon werden? Als Förderin oder Förderer der EAB stärken Sie ein Netzwerk, das den Kontinent nicht verwaltet, sondern lebt. |
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