06.10.2026 Newsletter Europäische Akademie Berlin Für Vorname Nachname
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Liebe Freundinnen und Freunde der EAB,
am Sonntag wählt Bosnien und Herzegowina. Rund 2,2 Millionen Menschen mit Wurzeln im Land leben im Ausland. Etwa 60.000 von ihnen haben sich angemeldet, um von dort mitzuwählen, die meisten in Deutschland.
Die Wahl findet also auch hier statt, per Brief und in den Vertretungen des Landes. Wer in Deutschland lebt und in Sarajevo, Mostar oder Banja Luka mitentscheidet, ist Ärztin, Nachbar, Kommilitonin, Unternehmer. Wie es auf dem Westbalkan weitergeht, ist für Berlin keine ferne Außenpolitik. Es ist Nachbarschaft.
Gewählt wird in einer Ordnung, die das Abkommen von Dayton geschaffen hat: ein dreiköpfiges Staatspräsidium, zwei Entitäten, ein Sonderbezirk. Das Abkommen hat 1995 den Krieg beendet und prägt das Land bis heute. Was hat es möglich gemacht, und wo stößt es an Grenzen? Darüber sprechen wir am 11. November im Europäischen Haus am Brandenburger Tor, gemeinsam mit Fachleuten aus der Region und aus Deutschland. Die Keynote hält Christian Schmidt, bis Mai 2026 Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina. Anmelden können Sie sich demnächst auf unserer Homepage.
Frieden wird einmal unterschrieben und danach an jedem Wahltag neu bestätigt. Jede Stimme, die am Sonntag von hier aus zählt, zeigt, wie eng dieses Europa schon verbunden ist. Weiterbauen können wir es nur gemeinsam.
Herzliche Grüße Ihr Christian Johann |
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+++ Der erste Jahrgang des Weimarer Kollegs ist gestartet: 30 Fellows aus drei Ländern haben vergangene Woche ihr erstes Modul in Berlin absolviert. Das Programm ist eine Initiative der Hertie-Stiftung mit dem Institut Montaigne und der Polnischen Robert-Schuman-Stiftung, in Kooperation mit der EAB. +++ Was hält freie Gesellschaften zusammen? Am 25. September suchten die kulturpolitisch Verantwortlichen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland in der EAB nach Antworten. Die Keynote hielt Anh-Linh Ngo, Vizepräsident der Akademie der Künste. +++ Berlin wird Europa 2027: Wer beim Konzeptionsworkshop der Senatskanzlei am 13. Oktober mitplanen will, kann sich noch anmelden. +++ |
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DEMOCRACY AS PRACTICE: JAPAN UND DEUTSCHLAND IM GESPRÄCH ÜBER POLITISCHE BILDUNG
Wo lernt man Demokratie, und wie? Japan und Deutschland stehen vor ähnlichen Fragen. Wie gewinnt man junge Menschen für Beteiligung? Wie hält eine Gesellschaft Vielfalt und Widerspruch aus? Und was kann politische Bildung jenseits des Klassenzimmers leisten?
Gemeinsam mit dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) laden wir zum Symposium "Democracy as Practice: Japan and Germany on Civic Education, Participation, and Plurality" ein, einem Teil der JDZB-Reihe "Die Zukunft der Demokratie". Impulse geben Prof. Dr. Shigeo Kodama (Shiraume Gakuen University) und Prof. Dr. Gernot Wolfram (Macromedia University of Applied Sciences). Im Panel "Political Education Beyond the Classroom" diskutieren Tamami Ueno vom Japan Youth Council und Joseph Langner, Co-Geschäftsführer von JoinPolitics, mit weiteren Stimmen aus Japan und Deutschland. Die Moderation hat Dr. Phoebe Stella Holdgrün (JDZB), die Schlussreflexion übernimmt Prof. Dr. Gabriele Vogt (LMU München).
Das Symposium geht auf eine Vortragsreise der EAB nach Tokio und Hiroshima im Frühjahr zurück und eröffnet einen längeren deutsch-japanischen Austausch. Es wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Das Begleitprogramm der japanischen Gäste unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung.
Montag, 2. November 2026, 9:30 bis 11:30 Uhr (Einlass ab 9 Uhr), anschließend Networking Lunch bis 12:30 Uhr | JDZB, Saargemünder Straße 2, 14195 Berlin | auf Englisch
Anmeldung startet demnächst; Hinweis hier im Newsletter
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SAVE THE DATE: DAYTON AND ITS CONSEQUENCES
Mittwoch, 11. November 2026, Europäisches Haus Berlin. Ein Abend über das Abkommen, das 1995 den Krieg in Bosnien und Herzegowina beendete, und über seine Folgen für Europa bis heute. Mit einer Keynote von Christian Schmidt. Einladung und Anmeldung folgen in Kürze.
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VORANKÜNDIGUNG: JAHRESKONFERENZ DES DEUTSCH-TSCHECHISCHEN GESPRÄCHSFORUMS
Knapp 30 Jahre nach der Deutsch-Tschechischen Erklärung fragt das Gesprächsforum, wo beide Länder stehen und was sie gemeinsam für Europa tun können. Das Motto lautet "Freiheit, Sicherheit, Öffentlichkeit. Deutsch-tschechische Perspektiven auf Europa in der Bewährung". Eröffnet wird die Konferenz von den Ko-Vorsitzenden Jörg Nürnberger und Dr. Rudolf Jindrák.
Samstag, 7. November 2026, 10 bis 18 Uhr | Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend | Teilnahme auf Einladung
Mehr zur Konferenz
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EUROPA? SCHON IN DER GRUNDSCHULE!
Europa ist überall, auch im Alltag von Grundschulkindern. Aber wie wird die Europäische Union für sie greifbar statt abstrakt? In dieser Fortbildung für Lehrkräfte sichten wir vorhandene Materialien und probieren Methoden aus. Wir entwickeln Ideen, die sich direkt im Unterricht einsetzen lassen, etwa im Fach Gesellschaftswissenschaften 5/6 zum Thema "Europa – grenzenlos?". Die Fortbildung findet in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Bildung statt.
Mittwoch, 25. November 2026, 14 bis 17 Uhr | Europäische Akademie Berlin | Anmeldung bis 9. November
Programm und Anmeldung
Ebenfalls für Lehrkräfte: Am 2. Dezember zeigt unsere Fortbildung "Verschwörungserzählungen: erkennen, verstehen, handeln", wie man ihnen im Unterricht begegnet. Programm und Anmeldung
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AUS DEM EUROPE DIRECT BERLIN
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WELTTAG DER LEHRKRÄFTE: EIN KI-KOMPASS FÜR EUROPAS SCHULEN
Am Montag, 5. Oktober, ist Welttag der Lehrkräfte. Passend dazu liegt der KI-Kompetenzrahmen für Grund- und weiterführende Schulen jetzt in allen Amtssprachen der EU vor. Die Europäische Kommission und die OECD haben ihn im Juni vorgestellt. Er beschreibt, was Schülerinnen und Schüler über Künstliche Intelligenz wissen und können sollten. Eine interaktive Website passt sich an, je nachdem, ob man als Lehrkraft, Schulleitung oder Elternteil kommt, und liefert Beispiele für den Unterricht.
Außerdem hat die Kommission am 29. September die Preisträgerinnen und Preisträger des European Innovative Teaching Award 2026 bekanntgegeben. Ausgezeichnet wurden 112 Erasmus+-Projekte, die Grundkompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften stärken.
Zum KI-Kompetenzrahmen | Zu den Ausgezeichneten
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FRIEDEN BEGINNT IN UNS: JUGENDLICHE AUS SECHS LÄNDERN IM SCHLOSS KÖPENICK
Eine Woche lang haben rund 60 Jugendliche aus Deutschland, Italien, Polen, Rumänien, Tschechien und der Ukraine unter dem Motto "Peace starts with us" an Ideen für Frieden gearbeitet. Daraus sind eigene Kunstprojekte entstanden. Zum Abschluss der European Democratic Action Week des Bezirksamts Treptow-Köpenick zeigen sie ihre Arbeiten öffentlich. Höhepunkt ist das Hissen der Flagge der weltweiten Initiative "Mayors for Peace".
Freitag, 9. Oktober 2026, 16 Uhr | Innenhof Schloss Köpenick, Schlossinsel 1, 12557 Berlin | Eintritt frei
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WELCHES WIR? JÜDISCHE PERSPEKTIVEN JENSEITS VON INSIDE UND OUTSIDE
Wer "jüdische Perspektiven" einfordert, meint oft eine Stimme. Doch jüdisches Leben ist vielstimmig, und diese Vielfalt steht unter Druck. Wachsender Antisemitismus engt sie ein, aber auch feste Erwartungen einer wohlmeinenden Öffentlichkeit daran, was Jüdischsein bedeuten soll. Wie viel Raum bleibt für eine freie Selbstverortung? Welche Allianzen tragen? Und kann eine Minderheit ihre inneren Unterschiede noch offen leben, ohne Angst?
Darüber diskutieren Sharon Adler, Anton Livshits, Amir Theilhaber und Maya Wolffberg, moderiert von Tanja Berg. Die Veranstaltung begleitet zwei Ausstellungen in der Neuen Synagoge Berlin, "Forms of Alignment" und "Stolz und Vorurteil – Juden im Blick", beide bis 17. November. In Kooperation mit dem Netzwerk jüdischer Organisationen Berlin "Jewish Round Table", Dagesh – Jüdische Kunst im Kontext (ein Programm von DialoguePerspectives e. V.), Jüdisches Leben in Europa e. V. (JEWLIF) und der Europäischen Akademie Berlin.
15. Oktober 2026 | 18:00 Uhr | Repräsentantensaal, Neue Synagoge Berlin | Anmeldung
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Kennen Sie Menschen, die zwischen Berlin und Sarajevo, Mostar oder Banja Luka zu Hause sind? Leiten Sie ihnen diese Ausgabe weiter. Am 11. November sprechen wir über ein Abkommen, das auch ihre Geschichte geprägt hat. Und wer uns noch nicht liest, kann den Newsletter hier abonnieren.
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GEFÖRDERT DURCH DAS LAND BERLIN
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Dass dieser Newsletter Woche für Woche erscheint und die Europäische Akademie Berlin ihre Arbeit tun kann, ermöglicht zuallererst das Land Berlin mit seiner institutionellen Förderung. Dafür danken wir der Senatskanzlei und dem Land Berlin. Als EUROPE DIRECT Berlin werden wir zudem von der Europäischen Union unterstützt.
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