11.10.2026 Newsletter Europäische Akademie Berlin Für Vorname Nachname
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Liebe Freundinnen und Freunde der EAB,
68 Prozent der Befragten in sechs europäischen Ländern, darunter Deutschland, erleben unsere Gegenwart als Niedergang oder als Verlust von Normalität. Das zeigt eine Studie, die der European Council on Foreign Relations und die European Cultural Foundation Anfang September vorgelegt haben. Von Aufbruch sprechen nur 12 Prozent.
Bemerkenswert ist eine zweite Zahl aus derselben Studie: 73 Prozent wünschen sich ein stärkeres, geeinteres oder wohlhabenderes Europa. Der Wunsch ist also da. Es fehlt der Glaube, dass er sich erfüllt. Für ein Land wie Deutschland, das seine Zukunft so eng an Europa gebunden hat, ist diese Lücke mehr als eine Stimmung.
Glauben wächst selten aus Umfragen, eher aus Begegnung. Vom 8. bis 10. November bringen wir beim Deutsch-Ungarischen Jungen Forum junge Menschen zwischen 18 und 30 aus beiden Ländern in Berlin zusammen. Eines der Youth Labs erinnert an das Paneuropäische Picknick von 1989, als sich an der ungarisch-österreichischen Grenze für einige Stunden ein Tor im Eisernen Vorhang öffnete. Teilnahme und Unterkunft sind kostenfrei. Bewerben kann man sich bis Mittwoch, 14. Oktober.
Die Studie trägt den Titel "Future nostalgia", Heimweh nach der Zukunft. Darin steckt die gute Nachricht hinter den schlechten Zahlen: Wer Heimweh hat, hat noch nicht aufgegeben. Und Zukunft lässt sich, anders als Vergangenheit, gemeinsam bauen.
Herzliche Grüße Ihr Christian Johann |
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+++ EUROPA, INKLUSIV GEDACHT: 15 SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER VON VIER FÖRDERSCHULEN WAREN ALS PREISTRÄGERINNEN UND PREISTRÄGER DES EUROPÄISCHEN WETTBEWERBS VIER TAGE LANG ZU GAST IN DER EAB. MÖGLICH GEMACHT HAT DAS DER SONDERPREIS WÜRTH "VIELFALT VEREINT". +++ FÜR ALLE, DIE EUROPA UNTERRICHTEN: AM 25. NOVEMBER ZEIGEN WIR IN DER EAB, WIE EUROPA SCHON IN DER GRUNDSCHULE GREIFBAR WIRD. AM 2. DEZEMBER GEHT ES ONLINE UM VERSCHWÖRUNGSERZÄHLUNGEN IM UNTERRICHT. DIE ANMELDUNG FÜR BEIDE FORTBILDUNGEN IST OFFEN. +++ CHRISTIAN JOHANN IST NEU IM KURATORIUM DES DEUTSCH-BULGARISCHEN FORUMS, DAS SICH SEIT JAHREN FÜR DIE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN BEIDEN LÄNDERN EINSETZT. +++ |
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DAYTON UND DIE FOLGEN: EUROPAS FRIEDENSORDNUNG AM WESTBALKAN
Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Abkommen von Dayton steht die europäische Nachkriegsordnung auf dem Westbalkan unter Druck. Zentrifugale Kräfte, Einfluss von außen und stockende Reformen stellen die Tragfähigkeit der Region auf die Probe.
Zur Eröffnung sprechen Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Wilfried Klein (GSI) und Christian Johann (EAB). Nach den Wahlen in Bosnien und Herzegowina richtet Bundesminister a. D. Christian Schmidt, von 2021 bis 2026 Hoher Repräsentant für Bosnien und Herzegowina, in seiner Keynote den Blick nach vorn. Anschließend diskutiert er mit Botschafter Damir Arnaut (Botschaft von Bosnien und Herzegowina) und Niels von Redecker (Auswärtiges Amt) über die Zukunft des Westbalkans und die Verantwortung deutscher und europäischer Außenpolitik. Es moderiert Dženeta Karabegović (Universität Salzburg).
Mittwoch, 11. November 2026, 18:00 bis 20:30 Uhr, anschließend Empfang | Europäisches Haus Berlin, Unter den Linden 78, 10117 Berlin | Deutsch mit Simultanübersetzung ins Englische | Anmeldung bis 2. November
Programminfos und Anmeldung
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DEMOCRACY AS PRACTICE: JAPAN UND DEUTSCHLAND IM GESPRÄCH ÜBER POLITISCHE BILDUNG
Wie lernen Menschen in Zeiten von Polarisierung, Desinformation und Verunsicherung, sich in demokratischen Prozessen zu bewegen? Das Symposium fragt, was non-formale politische Bildung und Zivilgesellschaft jenseits des Klassenzimmers leisten können. Impulse aus Japan und Deutschland geben Prof. Dr. Shigeo Kodama (Shiraume Gakuen University) und Prof. Dr. Gernot Wolfram (Macromedia University of Applied Sciences). Im Panel "Political Education Beyond the Classroom: Participation, Plurality, and Democratic Responsibility" diskutieren Tamami Ueno (Japan Youth Council) und Joseph Langner (Co-Geschäftsführer JoinPolitics) mit weiteren Stimmen aus Wissenschaft und Praxis. Die Moderation übernimmt Dr. Phoebe Stella Holdgrün (JDZB), die Schlussreflexion Prof. Dr. Gabriele Vogt (LMU München). Das Format greift Erkenntnisse der EAB-Vortragsreise Civic Futures nach Tokio und Hiroshima auf.
Montag, 2. November 2026, 09:30 bis 12:00 Uhr (Einlass ab 09:00 Uhr) | Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin (JDZB), Saargemünder Straße 2, 14195 Berlin, und online | auf Englisch
Anmeldung und weitere Informationen
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TAIWAN IM FOKUS: 5TH BERLIN TAIWAN CONFERENCE
Welche Rolle spielt Taiwan in einer sich verändernden Weltordnung, und wie können Deutschland und Taiwan enger zusammenarbeiten? In sieben Panels widmet sich die zweitägige Konferenz Taiwans geopolitischer Rolle, den Kommunalwahlen Ende November, Handel, High-Tech, Schulpartnerschaften und gesellschaftlicher Resilienz. Mit Beiträgen unter anderem von Bonnie Glaser (German Marshall Fund), dem Journalisten Chris Horton, David Demes (Taiwan Foreign Correspondents’ Club) und dem Schriftsteller Stephan Thome. Im Abschlussdialog sprechen die Co-Vorsitzenden der Deutsch-Taiwanischen Dialogplattform, Carsten Müller, MdB, und Prof. Dr. Minn-Tsong Lin (National Taiwan University), über die Zukunft der bilateralen Beziehungen.
Donnerstag, 12. November 2026 (09:00 bis 17:00 Uhr) und Freitag, 13. November 2026 (09:00 bis 13:30 Uhr) | Staatsbibliothek zu Berlin, Simón-Bolívar-Saal, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin | auf Englisch
Programm und Anmeldung
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AUFRUF ZUR BEWERBUNG: DEUTSCH-UNGARISCHES JUNGES FORUM 2026
Vom 8. bis 10. November 2026 treffen sich in Berlin engagierte junge Menschen zwischen 18 und 30 aus Deutschland und Ungarn mit Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Unter dem Motto "Gemeinsam das Europa von morgen gestalten" geht es um bilaterale Zukunftsfragen und europäische Perspektiven.
Drei interaktive Youth Labs stehen auf dem Programm: "Paneuropäisches Picknick", "Medienpluralismus und Pressefreiheit" sowie "Engagement, Advocacy, Einfluss". Dazu kommen ein Besuch im Deutschen Bundestag, die Teilnahme an der Europarede der Konrad-Adenauer-Stiftung und ein Empfang in der Botschaft von Ungarn mit Grußworten der ungarischen Außenministerin und des deutschen Außenministers.
Gesucht werden europabegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Deutsch- und Englischkenntnissen auf mindestens B2-Niveau. Teilnahme und Unterkunft sind kostenfrei, die Anreise wird bezuschusst.
Bewerbungsschluss ist Mittwoch, 14. Oktober 2026, 23:59 Uhr. Einzureichen sind ein Lebenslauf, ein Motivationsvideo von höchstens zwei Minuten und ein einseitiger Kurzessay zur Frage: "Wie nimmst Du die deutsch-ungarischen Beziehungen heute wahr und welche Bedeutung haben sie für Europa?" Aus Deutschland geht die Bewerbung per E-Mail an Vivien Vetterling, aus Ungarn an das Deutsch-Ungarische Jugendwerk.
Mehr Informationen
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AUS DEM EUROPE DIRECT BERLIN
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GROSSBRITANNIEN UND DIE EU: DIE RÜCKKEHR IST WIEDER EIN THEMA
Der britische Premierminister Andy Burnham hat auf dem Labour-Parteitag Ende September die Debatte über das Verhältnis zur EU neu eröffnet. Der Brexit habe mehr geschadet als genützt. Bis zum Jahresende will er Optionen für eine langfristige Beziehung vorlegen, ausdrücklich bis hin zu einer erneuten Mitgliedschaft. Die EU-Kommission zeigte sich offen für Gespräche, Frankreichs Präsident Macron antwortete auf Englisch: "Welcome back". Ein britisch-europäischer Gipfel könnte im November stattfinden, ein Termin steht noch nicht fest.
Mehr Informationen bei ZEIT Online
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Berlin wird Europa: Für 2027 plant die Senatskanzlei "Ein Tag. Eine Nacht. Ein Europa." Wer die Idee mitgestalten will, ist beim Konzeptionsworkshop am kommenden Dienstag dabei. Dienstag, 13. Oktober, 9 bis 16 Uhr | bUm – Raum für solidarisches Miteinander, Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin Zur Anmeldung
Welches Wir? Jüdisches Leben ist vielstimmig, doch wie viel Raum bleibt für diese Vielfalt? Gemeinsam mit dem Centrum Judaicum und weiteren Partnern laden wir in die Neue Synagoge ein. Auf dem Podium: Sharon Adler, Anton Livshits, Amir Theilhaber und Maya Wolffberg, moderiert von Tanja Berg. Danach öffnet sich das Gespräch als Fishbowl, das Publikum redet mit. Donnerstag, 15. Oktober, 18 bis 20 Uhr | Repräsentantensaal, Neue Synagoge Berlin, Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin | Eintritt frei, Anmeldung erforderlich Programm und Anmeldung
Wo Sie uns in den nächsten Wochen sonst noch treffen: Alle Termine der EAB stehen laufend aktualisiert auf unserer Veranstaltungsseite.
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Kennen Sie jemanden zwischen 18 und 30, in Deutschland oder in Ungarn, der zu den 12 Prozent gehört? Dann leiten Sie diese Ausgabe weiter: Bis zum 14. Oktober läuft die Bewerbung für das Deutsch-Ungarische Junge Forum. Und wer unseren Newsletter noch nicht abonniert hat, kann das hier nachholen.
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GEFÖRDERT DURCH DAS LAND BERLIN
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Dass dieser Newsletter Woche für Woche erscheint und die Europäische Akademie Berlin ihre Arbeit tun kann, ermöglicht zuallererst das Land Berlin mit seiner institutionellen Förderung. Dafür danken wir der Senatskanzlei und dem Land Berlin. Als EUROPE DIRECT Berlin werden wir zudem von der Europäischen Union unterstützt.
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